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Kommunale Wärmeplanung – Die Wärmewende einleiten

Klimafreundliche, dauerhafte und wirtschaftliche Wärmeversorgung – wie kann das gelingen?

Die kommunale Wärmeplanung ist eine gesetzliche Aufgabe. Grundlage dafür ist das Wärmeplanungsgesetz (WPG), das seit dem 01.01.2024 gilt und in Schleswig-Holstein von den Kommunen umgesetzt werden muss. Nach dem „Gesetz für die Wärmeplanung und zur Dekarbonisierung der Wärmenetze“, mit dem die Bundesregierung die Grundlage für eine flächendeckende Wärmeplanung in Deutschland geschaffen hat, müssen je nach Kommune Wärmepläne bis spätestens Ende Juni 2026 oder Ende Juni 2028 erstellt werden.

Die Stadt Niebüll und die Gemeinden Leck und Risum-Lindholm haben bereits eine kommunale Wärmeplanung erstellt, damit bleiben nunmehr 27 Gemeinden, die einer Betrachtung unterzogen werden.

Das Amt Südtondern hat für diese 27 Gemeinden die Reinstein GmbH mit der Erstellung der kommunalen Wärmeplanung beauftragt. Dabei wird untersucht, wie die Wärmeversorgung in den Gemeinden künftig klimafreundlich, dauerhaft und wirtschaftlich gestaltet werden kann. Geprüft wird unter anderem, ob neue Wärmenetze entstehen sollen oder bestehende Netze erweitert werden können. Auch vorhandene lokale Akteure, zum Beispiel Biogasbetreiber, sollen einbezogen werden, damit mögliche Potenziale vor Ort genutzt werden können.

Wichtig ist dabei auch die ehrliche Botschaft: In vielen Teilen des Amtsgebiets Südtondern wird es voraussichtlich kein Wärmenetz geben. Dort werden sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin selbst um Wärmeversorgung kümmern müssen. Die Wärmeplanung soll helfen, sich frühzeitig zu informieren und eigene Möglichkeiten zur zukünftigen Wärmeversorgung einschätzen zu können.

Finanziert wird die kommunale Wärmeplanung über Konnexitätsmittel des Landes Schleswig-Holstein. Zusätzlich wird sie von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) unterstützt. Ziel ist es, den Einsatz fossiler Brennstoffe zu verringern, Versorgungssicherheit zu erhalten und den Blick auf regenerative Energien und alternative Lösungen zu richten.

Im Rahmen der Wärmeplanung werden eine Bestands- und Potenzialanalyse sowie mögliche Zielvorgaben erarbeitet. Daraus soll ein Maßnahmenplan entstehen, der sowohl die Bedürfnisse der Kommunen als auch die der Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt. 

Für die Gemeinde Risum-Lindholm wurde bereits ein kommunaler Wärmeplan erstellt, den Sie auf der Internetseite der Gemeinde einsehen können.

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