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Die öffentliche Bestellung bescheinigt einem Sachverständigen, dass er auf einem bestimmten Sachgebiet besonders qualifiziert ist. Ausschlaggebend sind die persönliche Eignung und die besondere Sachkunde.

Das Verfahren beginnt mit einem Antrag und ausführlichen Vorgesprächen. Nach der Prüfung der einzureichenden Unterlagen erfolgt eine Überprüfung der persönlichen Eignung. Die Überprüfung der so genannten besonderen Sachkunde vor einem Fachgremium gliedert sich wie folgt: Es wird eine Vorab-Überprüfung einzureichender Gutachten, Veröffentlichungen und sonstiger Qualifikationsnachweise vorgenommen und eine schriftliche und mündliche Überprüfung durchgeführt.

Das Überprüfungsverfahren vor der Industrie- und Handelskammer (IHK) endet mit je einem Votum des Fachgremiums und des Sachverständigenausschusses der IHK.
In einem feierlichen Rahmen wird eine Vereidigung des zu bestellenden Sachverständigen durch den Präsidenten/Präses der IHK vorgenommen, während der zu bestellende Sachverständige die Verpflichtungserklärung, die Vereidigungserklärung und die Einwilligung in die Datenverwendung unterzeichnet.
Der Sachverständige erhält seine Bestellungsurkunde, den Sachverständigenausweis und den Sachverständigenstempel.
Die Bestellung wird veröffentlicht. Öffentlich bestellte Sachverständige werden mit ihrem Einverständnis in Internetverzeichnisse aufgenommen.
Zusätzlich geben die Bestellungskörperschaften Listen und Verzeichnisse für ihren Bezirk oder ihre Region heraus, um Gerichte und Behörden, Wirtschaft und Öffentlichkeit zu informieren.