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Steuern und Abgaben

In unserer "Steuerabteilung" beantworten Ihnen die Ansprechpartnerinnen gerne alle Fragen zu den kommunalen Steuern, Abgaben und Müllgebühren.

Grundsteuer

Die Grundsteuer ist eine Realsteuer (auch Objektsteuer genannt). Sie knüpft an das Eigentum, die Beschaffenheit sowie den Wert eines Grundstücks an. Sie wird von der Gemeinde erhoben, auf deren Gemeindegebiet der Grundbesitz liegt.

Steuerpflichtig ist der im Inland liegende Grundbesitz. Grundbesitze sind

  • land- und forstwirtschaftliches Vermögen (Grundsteuer A) oder
  • Grundvermögen und Betriebsvermögen (Grundsteuer B).

Dem Finanzamt obliegt die Bewertung der einzelnen Objekte.

Der Einheitswert bildet die Grundlage für den Steuermessbetrag. Die Gemeinde beschließt mit der Haushaltssatzung den Hebesatz und erlässt den Grundsteuerbescheid. Der Steuermessbetrag multipliziert mit dem Hebesatz bildet die zu entrichtende Steuer.

Rechtsgrundlage für die Erhebung einer Grundsteuer ist das Grundsteuergesetz. Bei der Grundsteuer handelt es sich um eine Jahressteuer, welche sich an denjenigen richtet, der am 01.01. eines Jahres Eigentümer ist.

Eine Änderung innerhalb eines Kalenderjahres durch einen Eigentumswechsel wirkt sich grundsteuerrechtlich erst auf das kommende Jahr aus. Dies bedeutet, dass bei einem Eigentumswechsel der Verkäufer bis zum Ende des Jahres Steuerschuldner bleibt.

Für das laufende Kalenderjahr ist die Grundsteuer zwischen den Vertragsparteien auf privatrechtlicher Ebene abzurechnen.

Die Umschreibung auf den Erwerber erfolgt nach Eingang des Grundsteuermessbescheides durch das Finanzamt Nordfriesland.

Müllgebühren

Restmülltonnen sind vom Haus- bzw. Wohnungseigentümer bei der Stadt oder dem Amt (auf Sylt bei REMONDIS) anzumelden. Hier erhalten Sie die Kontrollmarke, die Aufschluss über Größe und Abfuhrhäufigkeit des Behälters gibt.

Das Amt Südtondern betreut alle Privathaushalte innerhalb des Amtsgebietes. Die Zuständigkeit für die Gewerbebetriebe liegt bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft Nordfriesland (AWNF) in Husum.

Die Müllgebühren werden im Auftrag des Kreises Nordfriesland erhoben. Grundlage ist die Abfallwirtschaftssatzung des Kreises Nordfriesland.

Diese Satzung schreibt einen Anschluss- und Benutzungszwang vor. Die Haus-, bzw. Wohnungseigentümer sind verpflichtet die Mülltonnen anzumelden und sind gleichzeitig Gebührenschuldner.

Im Rahmen des Anschlusszwangs ist jeder Haushalt zur Vorhaltung einer Restmülltonne verpflichtet. Kompostierbare Abfälle dürfen nicht über die Restmülltonne entsorgt werden. Kompostieren Sie nicht selbst, gilt der Anschluss- und Benutzungszwang zur Biotonne.  Es kann somit im Kreis Nordfriesland gewählt werden, ob diese Abfälle über eine Eigenkompostierung oder eine Biotonne entsorgt werden.

Die Behälter für Restmüll und Bioabfälle sind vom Eigentümer selbst zu kaufen. Bei den Tonnen für Papier und Plastik handelt es sich um Leihgaben des Entsorgers.

Haben Sie Fragen rund um das Thema Abfalltonnen beraten wir Sie gern!

Hundesteuer

Die Hundesteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Sie kann von den Gemeinden nach kommunalem Satzungsrecht für das Halten von Hunden erhoben werden.

Halter eines Hundes ist, wer nicht nur vorübergehend

  • über dessen Pflege, Verwendung, Beaufsichtigung etc. entscheidet, also die Bestimmungsmacht hat,
  • aus eigenem Interesse für die Kosten des Tieres aufkommt,
  • den allgemeinen Wert und Nutzen des Tieres in Anspruch nimmt und
  • das Risiko seines Verlustes trägt.

Jeder Hundehalter ist verpflichtet, seinen Hund anzumelden.

Je nach Regelung in der Gemeinde erhält der Hundehalter eine Hundesteuermarke, die mitgeführt oder am Halsband des Hundes befestigt und nach Abmeldung wieder abzugeben ist.

Darüber hinaus ist nach § 5 Gesetz über das Halten von Hunden (HundeG) ein Hund, der älter als drei Monate ist, durch ein elektronisches Kennzeichen (Transponder) mit einer Kennnummer zu kennzeichnen. Diese Nummer ist bei An- oder Abmeldung anzugeben.

Jeder Hundehalter ist verpflichtet, seinen Hund innerhalb von 14 Tagen beim Amt Südtondern anzumelden.

An-, Ab- und Ummeldung zur Hundesteuer

 

Anmeldung:

Abmeldung:

Ummeldung:

 

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Fremdenverkehrsabgabe

Kommunen können von Unternehmen (z. B. Hotels, Pensionen, Gastwirtschaften) eine Tourismusabgabe erheben, wenn sie als "Kur-, Erholungs- oder Tourismusort" (z. B. Heilbad) anerkannt sind und eine entsprechende Ortssatzung hierzu erlassen haben.

Die Tourismusabgabe ersetzt begrifflich die Fremdenverkehrsabgabe.

Zweitwohnungssteuer

Die Zweitwohnungsteuer ist eine örtliche Aufwandsteuer. Sie kann von den Gemeinden nach kommunalem Satzungsrecht für das Innehaben einer weiteren Wohnung (Zweit- beziehungsweise Nebenwohnung für den persönlichen Lebensbedarf) erhoben werden. Die Städte und Gemeinden in Schleswig-Holstein können in eigener Zuständigkeit und rechtlicher sowie kommunalfinanzpolitischer Eigenverantwortung entscheiden, ob und in welchem Umfang sie Zweitwohnungsteuer erheben wollen. Eine Pflicht zur Erhebung der Zweitwohnungsteuer besteht nicht.

In der Regel betrifft dies alle Personen, die im betreffenden Ort eine Wohnung bezogen und diese als Nebenwohnung gemeldet haben. Ob die Wohnung gemietet ist oder vom Eigentümer selbst bewohnt wird, spielt dabei keine Rolle, ebenso nicht die Frage, ob sich die Hauptwohnung am selben Ort befindet.

Als Bemessungsgrundlage dient meist der jährliche Mietaufwand, bei Eigentumswohnungen die ortsübliche Vergleichsmiete (Mietspiegel). Aufgrund der kommunalen Eigenständigkeit gelten keine einheitlichen Regelungen.

Generell von der Zweitwohnungsteuer befreit sind nicht dauernd getrennt lebende Verheiratete, die aus beruflichen Gründen eine Nebenwohnung unterhalten.

Sie möchten Ihre Steuern und Abgaben bequem per Lastschrift zahlen? Die entsprechenden Vordrucke finden Sie auf dieser Seite.